Basis der Kohlsuppendiät ist, wie der Name andeutet, eine Suppe aus Weißkohl, Zwiebeln, Sellerie, Tomaten und weiteren schwerverdaulichen Gemüsesorten, die während der Diät in beliebiger Menge verzehrt werden darf. Ergänzt wird der Speiseplan jeden Tag um einen anderen Zusatz aus Obst, Gemüse, gelegentlich sogar Fleisch entsprechend dem Diätplan.
Der Kohlsuppe wird, ähnlich wie Ananas und anderen Obstsorten bei Enzym-Diäten, ein Fatburner-Effekt zugeschrieben, also eine negative Energiebilanz des Verdauungsvorgangs. Allerdings ist dieser Effekt auch bei der Kohlsuppe nicht durch nachprüfbare wissenschaftliche Forschungsergebnisse belegt und wird von vielen Wissenschaftlern energisch bestritten.
Kohlsuppe ist bereits von Anfang an nicht jedermanns Geschmack. Im Laufe der Fastenwoche berichten allerdings auch diejenigen, welchen die Suppe anfangs aufgrund ihrer Würze durchaus schmeckte, von zunehmendem Widerwillen. Auch die vielfältigen Rezeptvarianten, welche inzwischen vorgestellt wurden, darunter auch solche von Spitzenköchen, können die Abneigung gegen den weiteren Verzehr von Suppe nicht vollständig abwenden. Der Geruch nach Kohl, welcher sich im Laufe der Zeit immer weiter verstärkt, trägt dazu ebenfalls bei.
Zu den gravierenden Nebenwirkungen zählen schwere Blähungen, welche bei den meisten nach dieser Methode Fastenden auftreten. Familie und Arbeitskollegen fühlen sich dadurch schnell in Mitleidenschaft gezogen, ihre Unterstützung für die Diät dürfte daher schnell bröckeln. Viele Fastende berichten zudem, dass sie sich während der Kohlsuppendiät kaum in die Öffentlichkeit wagen.
Die Kohlsuppendiät wird von vielen Ernährungswissenschaftlern ein wenig positiver bewertet als die meisten anderen Blitzdiäten, jedoch führt auch hier der geringe Eiweißgehalt zu einer Reduzierung der Muskelmasse. Der Jojo-Effekt ist ebenfalls vorprogrammiert.