Ebenfalls auf einem sehr einfachen Prinzip beruht FdH, kurz für „Friss die Hälfte“. Auch hier ist kein Kalorienzählen notwendig. Der Diätplan sieht schlicht vor, dass man genau dasselbe isst wie sonst auch, aber von allem nur die Hälfte. Das hört sich einfach und einleuchtend an, ist es aber nur auf den ersten Blick.
Ein erstes Problem liegt in der praktischen Umsetzung: Nur wenige Menschen folgen so regelmäßigen Ernährungsgewohnheiten, dass sie jederzeit wissen, was die Hälfte von dem wäre, was sie eigentlich gerade essen würden. Beim Frühstück und beim Abendbrot mag es noch angehen, statt eines Eis nur ein halbes zu essen, statt einer Scheibe Brot eine halbe. Beim Hauptgericht, den Beilagen und dem Nachtisch zum Mittagessen, essen viele Menschen jedoch einfach bis sie satt sind. Wann sie „halb satt“ sind, lässt sich nicht bestimmen.
Außerdem zeigt sich hier eine weitere Schwierigkeit: Mit dieser Diät ist der Fastende ständig hungrig. Die im Gegensatz zur Nulldiät regelmäßigen Mahlzeiten, verschlimmern das Hungergefühl nur noch, da keine Gewöhnung eintritt und der Reiz zu essen ständig da ist.
Gleichzeitig treten aber – in abgeschwächter Form – ähnliche Probleme wie bei einer Nulldiät auf: Neben Dickmachern und überzähligen Kalorien wird auch die Aufnahme all der Stoffe reduziert, die für eine gesunde Ernährung wesentlich sind, was unweigerlich zu Mangelzuständen führt. Ist die Ausgangskost unausgewogen, welche im Rahmen der FdH-Diät auf die Hälfte reduziert wird, so verstärkt sich die ursprüngliche Fehlernährung nur noch. Gesunde Ernährungsgewohnheiten, die zu einer dauerhaften Gewichtsabnahme führen, können auf diese Art nicht eingeübt werden.
Auch bei FdH tritt der Jojo-Effekt auf, der noch dadurch verstärkt wird, dass viele Fastende berichten, dass sie nach der Diät größere Portionen essen als vorher.